Mitgliederversammlung

Der Diakonieverein hielt erstmals seine Versammlung im neuen Haus der Diakonie ab

Der Rückblick auf die Aktivitäten im Geschäftsjahr 2016 mit der Präsentation des Jahresberichts und der Jahresrechnung sowie die Vorstellung des Haushaltsplans für 2018 waren zwar die Hauptpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung des Wendelsteiner Diakonievereins. Sie hatte heuer Premierencharakter, denn sie fand am 4. November das allererste Mal im neuen Haus der Diakonie statt. Die Bewohnerinnen und Bewohner und die Mitarbeitenden waren noch gar nicht ins Haus eingezogen.

Der 1. Vorstand des Diakonievereins Pfarrer Norbert Heinritz hieß neben Altbürgermeister Wolfgang Kelsch als 2. Vorstand auch mehr als 100 Mitglieder diesmal zur Generalversammlung willkommen. „Ich bin glücklich, dass wir jetzt so weit sind und hier unsere Mitgliederversammlung abhalten können“, schloss er die Begrüßung und dankte besonders Geschäftsführerin Annette Messner für ihren Einsatz in den letzten Monaten.

Ebenso dankte er der Gemeinde Wendelstein und ihrer Tochtergesellschaft WIBS als Bauträger des neuen Seniorenzentrums für die gute Zusammenarbeit in den letzten 15 Monaten vom Baubeginn bis jetzt zur Fertigstellung und Inbetriebnahme. Danach bat er Annette Messner als ersten Tagesordnungspunkt um den Rückblick auf das „Diakoniejahr“ 2016, wobei sie zunächst auf die aktuellsten Ereignisse einging: die Schlüsselübergabe für das neue Seniorenzentrum und den anstehenden Umzug aller Bewohner und Einrichtungen aus dem alten Haus der Diakonie ins neue Seniorenzentrum. Ihr Bericht über die Aktivitäten im Diakonieverein zeigte auch, wie vielseitig die Diakonie in der Marktgemeinde als soziale Institution wirkt: In der ambulanten Pflege werden 140 Patienten betreut. Darum sorgen sich insgesamt 20 Mitarbeiter die ganze Woche über. Eine konstant hohe Belegung gibt es auch im stationären Bereich. Mit dem Bezug des neuen Seniorenzentrums mit jetzt 48 Bewohnerinnen und Bewohner werden hier neue Arbeitsstellen geschaffen. Der ehrenamtliche Helferkreis ist eine wichtige Unterstützung für die Fachkräfte. Aktivitäten der Seniorenarbeit sind dabei regelmäßige Ausflüge oder Besuche von den Kindergruppen aus dem „Sternen-Kinder-Haus“.

Ergänzend zu der ambulanten und stationären Pflege wird auch der „Treffpunkt 65+“ mit regelmäßigen Angeboten wie Ausflügen und sozialen Aktivitäten gut angenommen und das Angebot „Essen auf Rädern“ nutzen aktuell täglich zwischen 35 und 40 Personen. Gut und problemlos arbeiten unter dem Dach der Diakonie auch die zwei Nachbarschaftshilfen, die mit ihren Helferinnen und Helfern zudem das gesamte Gemeindegebiet abdecken und auch der Mittagstisch werde gut angenommen. Bis zum Umzug nahmen täglich 16 „Mittagsgäste“ dieses Angebot des Diakonievereins unter der Woche in Anspruch nehmen, nach dem Umzug können bis zu 30 Gäste bedient werden.

Ein großes Arbeitsfeld für Kinder ist das „Sternen-Kinder-Haus“: Hier werden derzeit im Durchschnitt 12 bis 15 Krippenkinder, mehrere Hortgruppen mit insgesamt 90 Kindern sowie eine flexible Kleinkinderbetreuung mit aktuell bis zu 15 Kindern betreut. Auf Nachfrage gab Annette Messner zudem bekannt, dass der Diakonieverein aktuell „nur noch“ knapp über 1000 Mitglieder hat, was angesichts der Altersstruktur der Mitglieder vor allem auch auf den Tod langjähriger Mitglieder zurückzuführen sei. Dem von der Geschäftsführerin ausgesprochenen Dank an alle ehrenamtlichen Helfer im Verein schloss sich gern auch Pfarrer Heinritz an.

Im Anschluss wurden die Jahresrechnung 2016 und der Haushaltsplan 2018 vorgestellt. Der Umsatz des Diakonievereins betrug 2016 deutlich über 2 Mio Euro und wird wohl nach dem Umzug sogar die 4 Mio-Grenze überschreiten. Das wichtigste hier sei, so Messner, dass der Diakonieverein auch angesichts der Ausgaben für die Einrichtung und Umzug in Höhe von rund 900.000 Euro keinen Kredit aufzunehmen brauche. Im Anschluß an dieses umfangreiche Zahlenwerk dankte Pfarrer Norbert Heinritz im Namen des Diakonievereins seinem Stellvertreter Altbürgermeister Wolfgang Kelsch wie auch Bernd Bergmann als ehrenamtlichem „Controller“ der Finanzen des Vereins für deren intensive Mithilfe bei den vielen Entscheidungen in den letzten knapp zwei Jahren der Planungs- und Bauzeit des Seniorenzentrums. Sowohl die Jahresrechnung für 2016 als auch der Haushaltsplan für 2018 wurden danach einstimmig von den Mitgliedern bestätigt wie auch die Vorstandsspitze einstimmig entlastet.