Wendelsteiner Mittelschule übergab selbstgestaltete Kreuze ans Diakoniezentrum

April 2018 - Ein halbes Jahr haben die 9.Klassen mit der V1 und M10 der Mittelschule Wendelstein an ihrem Projekt „Kreuzweise“ gearbeitet und stellten jetzt ihre fertigen selbstgestalteten Kreuze mit Präsentation des Projekts im Rahmen einer Übergabefeier ans hiesige Diakoniezentrum vor. Für den Diakonieverein zeigte sich Pfarrer Norbert Heinritz als Vorsitzender vom Projekt und den Ergebnissen begeistert und würdigte die kleine Feier auch als gelungene generationenübergreifende Veranstaltung, bei der Jugend und Senioren „im Zeichen des Kreuzes“ zusammenkamen.

Im Andachtsraum konnte Pfarrer Norbert Heinritz gemeinsam mit Diakoniegeschäftsführerin Annette Messner neben vielen Bewohnern des Diakonieheims und den Schülerinnen und Schülern der Mittelschule als Ehrengäste Rektor Frank Egelseer samt Stellvertreterin Eva Schellenberger zur Übergabefeier herzlich begrüßen. Für ihn habe diese Veranstaltung eine besondere Bedeutung, denn es gehe hier nicht nur darum, mit den Kreuzen ein wertvolles Geschenk von den Klassen der Mittelschule überreicht zu bekommen, sondern dass im Rahmen dieser Feier auch Jung und Alt „im Zeichen des Kreuzes“ zusammengekommen seien.

Die Schülerinnen und Schüler hatten ihrerseits mehr als die fertigen Kunstwerke ihres Projekts mit dem Titel „Kreuzweise“ mitgebracht und bereicherten die Übergabefeier mit einer Präsentation über ihr Schulprojekt. Immerhin ein halbes Jahr hatten sich die Jugendlichen mit dem Thema „Kreuz“ beschäftigt - als Einstieg ins Projekt damit, was das Kreuz an religiöser und historischer Bedeutung für den Menschen hat. Daraus resultierte auch im Vorfeld der späteren praktischen Arbeit, dass sich die Schulklassen der überlieferten Formenvielfalt des Kreuzmotivs widmeten und in ihrer Präsentation deren Besonderheiten erläuterten.

Individuelle Kreuze aus Holz, Ton und Metall

Ausführlich bebildert war in der Präsentation auch die „praktische Phase“, als die gut 50 Schülerinnen und Schüler als umfangreichsten Schritt des Projekts ihre individuellen Kreuze herstellten. Neben Ton kam als Grundmaterial auch Holz und Metall zum Einsatz, wobei die einzeln und in Kleingruppen arbeitenden Jugendlichen hierbei erfreulicherweise ehrenamtlich von erfahrenen Handwerkern und der Firma Aichinger unterstützt wurden. Besonders dafür galt allen Helfern seitens der Schulklassen zum Abschluss der Präsentation nochmals ein großer Dank für die fachlichen Mithilfe zur Fertigung der insgesamt 30 Kreuze.

Die selbstgestalteten Kreuze aus unterschiedlichen Materialien spiegeln jetzt nicht nur verschiedene Kreuzformen wieder, sondern haben auch starke individuelle Züge in ihrer vielseitigen Ornamentik und künstlerischen Gestaltung des Kreuzkorpus. Zu jedem der 30 Kreuze erstellten die jungen Künstlerinnen und Künstler zudem ein Infoblatt, auf dem sie die Symbolik und Grundideen ihres Kreuzes kurz beschreiben. Mit einem gemeinsamen Lied und Gedanken zur „doppelten“ historischen Bedeutung des Kreuzes endete die Übergabefeier. Die Kreuze sind in den nächsten Tagen noch im Andachtsraum ausgestellt, danach dürfen sich die Heimbewohner ein persönliches Kreuz für ihr Zimmer aussuchen. (Text und Foto: Jörg Ruthrof)